Nachgefragt

Deine meinung ist wichtig!

Kann man Demokratie anfassen und wie sieht überhaupt die Beteiligung von Kindern in der Demokratie aus? Die Kinderreporter waren diesmal im Bundestag und haben dazu den Abgeordneten Falko Mohrs von der SPD befragt.
Im Bundestag
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Nachgefragt
Das erste Mal habe ich mit sechs Jahren demonstriert – gegen meinen Vater! Er war in Wolfsburg, wo ich herkomme, für Jugendarbeit zuständig. Gemeinsam mit den Pfadfindern, bei denen ich aktiv war, habe ich dagegen demonstriert, dass Gelder in der Jugendarbeit gestrichen wurden.
Ich wollte nie einfach nur zuschauen. Wenn mich etwas stört, will ich etwas dagegen machen. Das ist das Schöne an der Politik, man sitzt nicht einfach nur da und sagt: Da müsste doch jemand mal was tun!
Man kann Demokratie erleben, sehen, wie diskutiert wird, und mit uns Abgeordneten sprechen. Online kann jede Diskussion und jedes Wort verfolgt werden. Es gibt viele Journalistinnen und Journalisten, die darüber berichten, was im Bundestag passiert. Wichtig ist, dass wir alles so transparent wie möglich gestalten.
Viel zu wenige! Wir müssten viel häufiger mit euch reden und euch zuhören. Ich finde zum Beispiel, dass Kinderrechte ins Grundgesetz gehören und junge Menschen bereits mit 16 Jahren wählen sollten.
Sie sind in der Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen festgeschrieben. Dort steht zum Beispiel, dass jedes Kind ein Recht darauf hat, zur Schule zu gehen.
Natürlich. Wenn junge Menschen auf der Straße demonstrieren, dann hat das eine enorme Wirkung auf die Politik.
Es geht darum, durch die technischen Möglichkeiten die Bürgerinnen und Bürger mit ihren Ideen und Wünschen leichter an der Politik zu beteiligen.
Kinder haben zum Beispiel das Recht, sich zu informieren, eine eigene Meinung zu haben und an Entscheidungen beteiligt zu werden, die sie betreffen. Und wenn es um den Zugang zu Informationen geht, spielt das Internet eine große Rolle.
Dass wir fair miteinander umgehen! Leider ist das nicht immer der Fall. Dabei ist es für die Demokratie ganz wichtig, dass wir uns gegenseitig mit Respekt behandeln. Demokratie lebt davon, dass jeder seine Meinung einbringt, gehört wird und am Ende gemeinsam Kompromisse gefunden werden.
Heute kann sich jeder an seinen Computer setzten, schnell etwas schreiben und damit sehr viele Leute erreichen. Ob die Informationen richtig sind, spielt dabei oft keine Rolle. Das finde ich nicht gut. Gleichzeitig können wir dank der Medien schneller sehen, was in der Welt passiert. Wir können miteinander diskutieren und uns austauschen.
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