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Es gibt viele Wege, Cybermobbing zu begegnen
Cybermobbing kommt in den sozialen Medien leider oft vor. Doch man kann etwas dagegen tun. Was, das verraten Julius und Ayla.
Im Gespräch
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Fragen
Julius: Leider sind Mobbing und Cybermobbing eine tägliche Last im Schulalltag. Umso wichtiger ist es, dass Schülerinnen und Schüler, aber auch Lehrkräfte und Eltern wissen, wie groß dieses Problem ist. Wenn mehr Menschen verstehen, was Mobbing mit einem anrichten kann, steigt hoffentlich auch die Hemmschwelle für die Täter.
Ayla: Cybermobbing ist ein großes Problem, da es rund um die Uhr eine Belastung für Betroffene darstellt. Das Smartphone ist überall dabei, und die Vielzahl an sozialen Netzwerken und Chats macht das Beleidigen und Bloßstellen von anderen sehr leicht. Darum müssen Betroffene von Eltern und der Schule wirklich ernst genommen werden. Das Wichtigste ist dabei eine gute Kommunikation zwischen Eltern und Kindern.
Julius: Was genau Mobbing ist, hängt immer auch vom Auge des Betrachters ab: Von außen kann man nämlich nicht immer genau sagen, wann Mobbing beginnt. Grundsätzlich erklärt sich Mobbing jedoch über ein Kräfteungleichgewicht zwischen Tätern und Betroffenen. Mobbing jedoch ist spätestens an der Haustür vorbei, denn in den eigenen Räumen ist man frei davon. Cybermobbing begleitet die Betroffenen aber ständig, und man kann sie deshalb auch nicht so gut schützen.
Ein
Ayla: Ein großer Unterschied ist, dass Cybermobbing via Handy, Computer oder Tablet ausgeübt wird. Mobbing hingegen findet im analogen Rahmen zum Beispiel in der Schule statt. Jedoch kann es auch eine Kombination aus beidem geben. Gerade Cybermobbing ermöglicht aber auch schwere Formen von psychischer Gewalt, zu denen das anhaltende Drangsalieren und Ausgrenzen zählt. Aber alle Formen von Mobbing sind schlimm, wenn sie dazu führen, dass die Betroffenen sie als eine Belastung empfinden.
Julius: Wir sollten die positiven Seiten der digitalen Welt nutzen, um die negativen Seiten zu bekämpfen. Da kann jeder im Kleinen etwas tun, zum Beispiel sich für ein respektvolles Miteinander einsetzen. Andere Möglichkeiten sind, Angebote zu nutzen, die konkret bei Mobbing Hilfe anbieten und Lösungswege aufzeigen. Darum bieten wir mit exclamo neben dem direkten Kontakt zu Lehrkräften sowie Psychologinnen und Psychologen auch viele umfangreiche Materialien an.
Ayla: Unsere Hilfe findet in der digitalen Welt statt, da wir die Anfragen als Textnachricht geschickt bekommen und auch auf diesem Weg antworten. Kinder und Jugendliche können sich über ein Online-Formular an uns wenden. Dabei müssen sie lediglich ihre Nachricht eintippen und ihr Geburtsjahr angeben. Es ist enorm wichtig, den Betroffenen zu zeigen, dass sie nicht allein sind und dass es immer Wege gibt, aus schwierigen Situationen wieder herauszukommen.
Die schnelle App-Hilfe
Die drei Schulfreunde Jan, Julius und Kai haben bereits in der Schulzeit mit dem Entwickeln der exclamo-App begonnen. Mit der App sollen von Mobbing Betroffene anonym Nachrichten an Vertrauenslehrkräfte oder Schulsozialarbeiterinnen und -arbeiter schicken. Die Ansprechpartner werden speziell dafür benannt und können so schnell helfen.
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