Nachgefragt

In der Hosentasche

Spielten Kinder früher nur im Kinderzimmer? Und wie und wo werden Kinder in Zukunft spielen? Diesen Fragen gingen die Kinderreporter Tosca, Solveig und Emilio im Computerspielemuseum nach.
Tosca, Solveig und Emilio waren im Computerspielemuseum in Berlin und haben Mascha Tobe und Philip Frei getroffen, um Antworten auf ihre Fragen zu bekommen. Dabei begegneten ihnen auch alte bekannte Computerspiele-Figuren wie Mario und Pac-Man.
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Nachgefragt
M.T.: Mein allererstes Spiel war „Die Siedler“. Spannend daran fand ich, wie viele Sachen man bedenken musste, um eine Gesellschaft aufzubauen.
P.F.: Mein erstes Spiel war „Hexenküche 2“. Da ging es um einen Kürbis, der einer Hexe eine goldene Locke klauen musste. Der Kürbis bewegte sich wie ein Springball auf dem Bildschirm. Das fand ich faszinierend, weil es sehr realistisch wirkte.
M.T.: Anfangs habe ich nur auf dem Computer gespielt, weil ich einen PC hatte, um damit Hausaufgaben zu machen. Eine Konsole hatte ich erst, als ich selber Geld verdient habe.
P.F.: Ich habe auf einem C64, also einem der frühen Heimcomputer, gespielt. Meine erste Konsole war eine Super Nintendo, die ich mir in der Ausbildung gekauft habe. Die Konsole war sehr beliebt und stand fast in jedem Kinderzimmer.
M.T.: Mein Papa hatte eine Super Nintendo im Wohnzimmer. Aber ich durfte damit nicht spielen. Ich war zu klein dafür. In meinem Kinderzimmer stand nur der Computer als Arbeitsgerät, mit dem ich aber auch gespielt habe. Eine Konsole hatte ich erst in meiner eigenen Wohnung.
P.F.: Ich hatte einen C64 in meinem Zimmer. Aber ich besaß nur einen ganz kleinen Schwarz-Weiß-Fernseher. Wenn ich die Spiele in Farbe sehen wollte, musste ich mir den Computer schnappen und ihn im Wohnzimmer aufbauen.
M.T.: Ja, auf jeden Fall! Heutzutage gibt es durch das Internet ganz andere Möglichkeiten. Man kann mit über 100 Personen gleichzeitig spielen, an jedem Ort und zu jeder Zeit.
M.T.: Ein gutes Beispiel für die zukünftige Spieleentwicklung sind Konsolen werden mittlerweile so entwickelt, dass sie überall eingesetzt und angeschlossen werden können und wir damit nicht mehr an bestimmte Bildschirme gebunden sind.
P.F.: Genau. Auch wenn die Spielegrafik am Fernseher noch etwas besser ist, werden wir in Zukunft keinen Unterschied mehr zwischen festen und transportablen Spielgeräten haben. Man kann dann mit allen Konsolen überall spielen.
P.F.: Ich kann mir vorstellen, dass aufgrund der Technikentwicklungen Spiel und Umwelt immer mehr miteinander verschmelzen. Man wird mit Minigeräten auf der Nase unterwegs sein und damit in die Spielewelt eintauchen können. Das Kinderzimmer mit Computer und Fernseher, so wie wir es heute kennen, gibt es dann vielleicht nicht mehr. Die Spielewelt wird wohl eher ein kleines transportables Gerät in der Hosentasche oder auf den Augen sein.
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