Gut gemacht!

Richtig gute Videos

Pro Minute werden allein auf YouTube viele hundert Stunden an neuem Videomaterial hochgeladen. Ein Video selbst zu produzieren, das ist heute ganz einfach. Man braucht eigentlich nur ein Handy.
Aber für ein wirklich gutes Video braucht es schon etwas mehr. Auf was es dabei ankommt, auf was du bei deinem Profil achten solltest oder wie du mit sogenannten Hater-Kommentaren umgehst, zeigen dir unsere taffen Tipps.
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Ein wichtiger Teil deiner Arbeit findet vor dem Dreh statt. Um ein gutes Video zu produzieren, solltest du einen genauen Plan vom Drehbuch haben: Wo soll gedreht werden? Wie lange und wann? Willst du Requisite nutzen? Wer soll mitmachen? Und was soll überhaupt gesagt werden?
Die Einfachheit macht’s: Für den Dreh deines Videos brauchst du dir nicht sofort teure Technik anschaffen. Dein Smartphone besitzt eine Kamera, mit der du viel ausprobieren kannst. Ein alter Notenständer ist zum Beispiel ein super Stativ und eine Sonnenbrille kann dir als Lichtfilter dienen. Versuche mit der Kamera so zu sprechen, als würdest du mit einem guten Freund reden. Je lockerer du dich machst, desto lebendiger wird dein Video.
Die Nachbearbeitung deines Videos ist wichtig, um deine Zuschauer möglichst zu fesseln. Es gibt viele, oft kostenfreie Programme, mit denen du zum Beispiel dein Video schneiden kannst. Auch witzige Effekte lohnen sich. Auf YouTube selbst gibt es dafür jede Menge Erklärvideos, sogenannte DIY-Tutorials. Guck dir deine Videos am Ende noch einmal genau an: Erst wenn du dir sicher bist, dass es für dich okay ist, dass alle Welt dein Video sehen kann, solltest du es auch wirklich hochladen.
Um ein Video zu kommentieren oder selber hochzuladen, brauchst du ein Profil. Es ist wichtig, dass du darauf achtest, wie du es anlegst. Denn nicht alle deine privaten Angaben sind für die Öffentlichkeit bestimmt. Niemanden geht es etwas an, wie du wirklich heißt, wo du wohnst und wie deine Telefonnummer und E-Mail-Adresse lauten. Sei mit solchen Usern vorsichtig, die deine privaten Kontakte einfordern und ignoriere sie lieber. Auf offener Straße würdest du schließlich auch nicht jedem deine Adresse geben.
Weißt du, dass es strafbar ist, die Musik deines Lieblingsstars für dein Video zu verwenden? Oder fremde Menschen einfach so zu filmen und ungefragt das Video zu veröffentlichen? Gleiches gilt für Fotos, die du nicht selber gemacht hast. Diese Regeln sind im sogenannten Urheberrecht gesetzlich festgelegt. Lade darum kein Video hoch, das gegen diese Regeln verstößt. Wenn du Musik für dein Video verwenden möchtest, bietet dir zum Beispiel der YouTube Video-Editor die Möglichkeit, dein Video mit Musik zu unterlegen.
Wer selbst Videos hochlädt, muss natürlich damit rechnen, dass diese kommentiert werden. Dabei kann es passieren, dass es blöde oder sogar richtig böse Kommentare gibt. Dagegen kannst du dich auf YouTube schützen, indem du die Kommentarfunktion abstellst. Du kannst die Kommentarfunktion aber auch so einstellen, dass Kommentare erst veröffentlicht werden, wenn du sie genehmigst. Natürlich steht es dir immer frei, richtig gemeine Kommentare einfach zu löschen. Sollte dich jemand einmal wirklich beleidigen, solltest du diese Person allerdings melden oder mit deinen Eltern und Freunden über eine gute Lösung sprechen.
Gerade auf YouTube gibt es jede Menge Profis. Denn YouTuber ist heute ein richtiger Beruf. Mit vielen Videos wird Geld damit verdient, dass Produkte vorgestellt werden. Das ist dann Werbung, die nicht immer als solche zu erkennen ist. Hält ein YouTuber zum Beispiel wie zufällig ein bestimmtes Produkt in die Kamera, oder spricht oft über seine neusten Einkäufe, dann steckt hinter seinen lustigen Geschichten häufig nicht seine eigene Meinung, sondern Werbung. Das ist unehrlich, denn Werbung muss immer zu erkennen sein.