Dran gedacht!

Spielen da echte Freunde?

Jump ‘n‘ Run, Strategiespiele, Simulationen, Rollen- oder Sportspiele: Spiele gibt es für jeden Geschmack. Doch Spiele faszinieren nicht nur, weil sie so vielfältig sind.
Für viele sind vor allem Onlinespiele interessant, weil man sie gemeinsam zocken kann. Man trifft sich online, kann sich zu Clans zusammenschließen oder an Bauprojekten tüfteln, man besteht gemeinsam Abenteuer und kann sich darüber im Chat unterhalten. Aber tummeln sich in den Spielewelten nur Freundinnen und Freunde oder Menschen, die man kennt?
Oft ist es so, dass man denjenigen, mit denen man online spielt, im normalen Leben noch nie begegnet ist. Man kennt häufig nur ihre User-Namen. Ist wirklich immer klar, wer hinter einem Namen steckt? Natürlich nicht. Die Welt der Onlinespiele ist bunt und vielfältig. Aber sie ist kein Kinderspielplatz. Online zocken Kinder mit anderen Kindern und Jugendlichen aber auch mit Erwachsenen. Das Problem dabei: Man sieht nicht, wer hier wirklich mit wem spielt. Und welche Absichten die einzelnen Spieler haben, wenn sie im Chat kommentieren, Fragen stellen oder Privates wissen wollen.

Zudem gibt es in Onlinespielen keine Vertrauenspersonen, an die man sich notfalls wenden kann. Der Kriminologe Thomas-Gabriel Rüdiger beschäftigt sich mit den unangenehmen Erfahrungen, die Kinder in der digitalen Welt machen. Gerade Onlinespiele bieten wenig Schutz für Kinder. Wir haben ihn getroffen. Er hat uns erzählt, worauf man bei Onlinespielen achten sollte.

Name: Thomas-Gabriel Rüdiger
Beruf: Kriminologe
Aufgabe: Beschäftigt sich mit Straftaten im Internet, mit Kinder- und Jugendmedienschutz und Risiken bei Onlinespielen
Dran gedacht!
Um Onlinespiele spielen zu können, muss man häufig persönliche Daten angeben. Persönliche Daten wie das Alter, der echte Name, Wohnort, Schule oder die Handynummer gehören nicht ins Spiel. Sie gehen niemanden etwas an.

Dran gedacht!
Persönliche Daten wie das Alter, der echte Name, Wohnort, Schule oder die Handynummer gehören nicht ins Spiel. Sie gehen niemanden etwas an.
Spielen macht gemeinsam erst richtig Spaß. Darum spielen viele Jugendliche und Erwachsene online miteinander, lösen gemeinsam Aufgaben oder treten gegeneinander an. Oft sind sie dabei über das Spiel hinaus auch über einen Chat verbunden.

Dran gedacht!
Nur weil man online miteinander spielt, heißt das nicht, dass man sich gut kennt oder sogar befreundet ist. Achte darauf, ob das Spiel passend für dein Alter ist und spiele nur mit Freunden online.
Für die digitale Spielewelt gelten die gleichen Regeln wie für die reale Welt. Lästern oder Ärgern sind hier genauso gemein wie auf dem Schulhof oder dem Spielplatz. Auch wenn man die anderen nicht sieht, muss man sich trotzdem respektvoll und fair zueinander verhalten.

Dran gedacht!
Achte in Onlinespielen darauf, was du sagst und wie du es sagst! Wenn du mitbekommst, wie jemand online geärgert wird, mach nicht mit. Gibt es ein größeres Problem, suche dir Hilfe.
Taffe Tipps!
Spiele machen Spaß, sind oft spannend und vertreiben Langeweile. Es gibt aber ein paar Dinge, auf die du achten solltest, wenn du spielst.